Mobilitätsgarantie

Opel Meriva

Ich denke jedem ist die sogenannte Mobilitätsgarantie ein Begriff. Man kauft sich ein neues Auto, hat eine Vollkasko Versicherung und meistens beim Händler des Vertrauens eine sogenannte Mobilitätsgarantie, welche einem versichert, dass man immer und überall Mobil ist. Manchmal werden derartige Garantien auch über Zusatzversicherungen wie der Schutzbrief vom ÖAMTC angeboten. Aber unabhängig davon, für mich hat dieser Begriff in den letzten Wochen eine ganz andere Bedeutung gewonnen. Wie bereits in meinem letzten Beitrag “Stop when red lights flash” erzählt, musste ich mich auf Grund eines wirtschaftlichen Totalschadens von meiner geliebten schwarzen Perle, meinem Opel Astra trennen. Am 5. Mai dann vollständig und endgültig… und habe ihm den höchstbietenden Wrackhändler übergeben.

Auch wenn es nur ein Auto ist und ich ihn auch “erst” 14 Monate hatte, so war es dennoch ein trauriger und Herz zerreißender Abschied für mich. Ein wenig skuril für mich persönlich, da es sich doch bloß um ein Auto handelt. Andererseits, es war mein erstes neues eigenes Auto… mein Opel Astra. Wie stolz ich auf das Ding war, gestrahlt bis über beide Ohren, richtig glücklich wenn ich mit ihm fahren konnte. Auch wenn ich meinen Löwen mochte (siehe “The Lion sleeps tonight“), so konnte ich mich seltsamerweise einfacher von ihm trennen als vom Astra.

Am letzten Donnerstag im April hatte ich noch ein Beratungsgespräch mit dem Autohändler meines Vertrauens und sagte zu einem neuem Schnuckelchen Ja. Zwar war es leider kein neuer Astra – sie hatten nur einen als Kurzzulassung und Diesel und dieser war preislich definitiv nicht in meiner Klasse – aber dafür sein großer Bruder, ebenfalls in schwarz und der selben Motorisierung. Der Weg bis heute allerdings zur Übergabe war ein eigener und hat mir einige Kopfschmerzen bereitet und nicht gerade ein gutes Licht auf den Händler – als Person – geworfen, zumindest wenn ich es mit meinem damaligen Händler vom Astra vergleiche. Leider allerdings hat dieser in einen anderen Kompetenzbereich gewechselt und war somit nicht mehr für uns “greifbar”. Nunja, nachdem ich also eigentlich den Hauptteil der Arbeit, Kommunikation und Organisation übernommen habe (Versicherung, Auszahlung, Wrackhändler, Übergabe, Anzahlung – Terminfindung, bla bla) und lediglich die Kleinigkeiten wie “Beschaffung der neuen Papiere” beim Händler verblieben, wurde ich dennoch von Freitag auf heute vertröstet und selbst heute hätte es beinahe nicht funktioniert. Ich glaub da wäre ich allerdings explodiert.

Zum Glück konnte ich die letzten 2 Wochen zum Einen mitm Motorrad und zum Anderen mit Mums Auto umherfahren, sodass meine persönliche “Mobilitätsgarantie” wenigstens halbwegs erfüllt war.

Aber jetzt.. jetzt bin ich wieder stolzer Besitzer eines eigenen Autos und muss sagen, auch wenn der neue Opel Meriva wahnsinnig groß wirkt, so hat er doch die selben Abmessungen wie mein alter Astra (lediglich 10cm an Höhe hat er gewonnen) und ist dennoch ein völlig neues Fahrgefühl. Aber er gefällt und macht bisher auch irgendwie Spaß. Schauen wir mal wie es die nächsten Tage, Wochen und Monate wird und ich hoffe inständig, dass die Dramaturgie mit meinen Fahrzeugen (Motorrad und Auto) endgültig ein Ende hat.

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