Irgendwann kommt immer die Zeit für den Motorradfahrer, die in den meisten Fällen einiges an Geld kostet und nachher wieder einige Kilometer, als wäre man blutiger Anfänger und verbringe gerade seine ersten Minuten auf einem einspurigem Fahrzeug. Genau, die Rede ist vom neuen Satz Reifen. Meine nun haben ca 13.000 km gehalten und hätten zwar vielleicht noch diesen Sommer überlebt aber glücklich wäre der Herr beim Pickerl (§57a Überprüfung) nicht gerade darüber gewesen. Ausserdem waren es Bridgestone reifen und hier ist oftmals der Name Programm. Auch wenn sie eigentlich lange halten und einigen die liebsten Reifen sind, so finde ich persönlich sie zu hart und bockig um ein richtig geiles Fahrgefühl damit zu erleben. Aber mit ein bisschen einfühlen auf den Reifen geht das auch, wie man auf dem Foto von unserer Juni Tour durch Südtirol erkennen kann.
Hab ich mich also ein bisschen im großen weiten Netz schlau gemacht und natürlich leider nicht mehr meinen alten Standardreifen meiner alten – ersten – GS 500 bekommen. Wurde scheinbar von Metzeler eingestellt …
Doch laut Rezessionen und Erfahrungsberichten wurde gerade für die GS 500 der Pirelli Sport Demon empfohlen und im Preis lag er eigentlich auch in dem Bereich, welchen ich mir leisten konnte und wollte.
So auf geht’s zur Händlersuche. Im ersten Moment wieder die Überlegung einfach die Gummi alleine bestellen und vom hiesigen Reifenhändler deines Vertrauens auf die Felge aufziehen und wuchten lassen und die Montage selbst übernehmen. Aber das dauert natürlich, kostet Zeit, ist Arbeit und massiv Wetterabhängig. Also mal schauen was es so in der Werkstatt kostet, ist einfach bequemer und sollte was bei der Montage schief gehen, hat man wenigstens jemanden zum Beschuldigen.
Über Umwege dann den sogenannten Order Shop gefunden, welcher im Endeffekt beim selben Onlinehändler bestellt und scheinbar recht günstig montiert und obendrein auch noch Rezessionen im grünen Bereich bekommen hatte. Also angerufen, vorbei gefahren, Reifen bestellt und Anzahl geleistet. Promptest 2 Tage später waren die Reifen auch schon angekommen und ich konnte zur Montage fahren. Ging alles recht gut und flott, kostete allerdings dann doch um ca 30% mehr als gedacht, aber gut, wusste ja auch keiner, dass neue Zinn Wuchtgewichte gleichmal ca 30€ kosten. *urgh*
Nichts desto trotz, rauf aufn Bock und los… und jetzt HURRA.. oder so.
Die ersten Kilometer sind immer etwas schwammig, gut, dass ist man ja schon ein bissal gewohnt irgendwie. Doch nach dem letzten Regen erlebte ich mein großes Wunder. Die Reifen selbst lagen auf trockener Straße bisher eigentlich ganz gut und stabil, wenn sie auch noch ein bisschen zum Rutschen neigten, was allerdings bei neuen Reifen normal ist. Doch auf nasser Straße wurde ich definitiv eines besseren belehrt. Denn wenn man bei einer Kreuzung wegfährt und der Hinterreifen definitiv durchdreht (!!) aufm Asphalt, nur weil bissal nass und bei jeder Bodenmarkierung ein brutales Schlingern zu spüren ist, DASS ist heftig. Jetzt stellt sich mir die Frage, doch noch zu neu die Reifen oder eignen sich die Pirelli für Regenwetter definitiv nicht?
Um es mal aus dem Bauch raus zu sagen, angelehnt an dem was mir zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf ging:
ACH DU SCH*****. Fetzt mir da der Hinterreifen quer, nur weil ich mit normaler Beschleunigung wegfahr, oder auf der Geraden (!!) über die Bodenmarkierung fahr. Normaler Zebrastreifen…. Jede weitere Bodenmarkierung nach einigen heftigen Schlingern und jedes gequerte Gleis wurde auf der Heimfahrt nur noch wie auf rohen Eiern befahren.
Ich hoffe wirklich noch, dass sich das legt, ansonsten wären das absolut nur Schönwetterreifen, was gerade das fahren im Frühling / Herbst etwas erm.. dürftig macht.
Jemand andere Erfahrungen mit den Reifen gemacht oder Tipps für mich? Derartiges Verhalten auf jeden Fall hatte ich bisher noch mit keinem Reifen.




Letzte Kommentare