Das Telefonkabel

Auch in halbwegs modernen Büros gibt es nach wie vor noch das Schnurtelefon und genau dieses Schnurtelefon bringt so manchen geordneten Menschen am Arbeitsplatz zur Weißglut.

Es läutet, man hebt ab, der Hörer wandert zum linken oder rechten Ohr, man spricht und legt ein paar Minuten später wieder auf. Man dreht sich nicht, man wirft den Hörer nicht 3x um den Tisch herum, nichts dergleichen und doch das Phänomen. Dieses mistige Kabel verdreht sich und im Laufe der Zeit verkürzt sich das Telefonkabel von ca 50cm auf 10cm, bis man am Apparat klebt oder endgültig nur noch mit Freisprechfunktion spricht.

Die Freisprechfunktion, weil wir gerade beim Thema sind, eine super Alternative um den lästigen Kampf mit dem Kabel zu entgehen. Doch wer hat heutzutage schon wirklich pausenlos ein Büro für sich alleine und möchte mit Kunden, Kollegen, whatever quer durch die halbe Abteilung brüllen. Wenn man nebenbei was am arbeiten ist oder sowieso mehrere Leute zuhören sollen, dann ist diese Funktion einwandfrei. Ansonsten meiner Meinung nach eher nicht zu gebrauchen. Also greift man über kurz oder lang wieder zum Hörer und nimmt ab und was passiert? Genau, das Kabel…..

Witzigerweise bin ich letztens über einen Bericht vom WDR gestolpert in welchem pysikalisch genau erklärt wird, warum das so ist. Aber sind wir uns mal ehrlich, die Antwort ist zwar wissenschaftlich korrekt aber dennoch um keinen Deut befriedigend für den Telefonierenden.

Also entweder damit leben und mindestens 1-2x am Tag das Kabel wieder versuchen zu entwirren oder mit grauen und ausgerupften Haaren zum Vorstand dackeln, sein Leid klagen und hoffen, dass man ein Schnurlostelefon bekommt, bei welchem dann allerdings genau dann der Akku leer ist, wenn man in einem wichtigen Gespräch ist.

Zwickmühle…..

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