Bei strahlendem Sonnenschein, ein Lied auf den Lippen und bewaffnet mit einer Eintrittskarte pilgerten mal wieder einige tausende Fans am Samstag in die Arena Wien um die wohl genialste Live Band Deutschlands aus dem Genre mit ihrem neuen Album Live zu sehen.

Kreuzfeuer
Die Rede ist von Subway to Sally, welche mit ihrem neuen, erst vor einem Monat auf dem Markt gebrachtem, Album “Kreuzfeuer” die Open-Air Saison in Wien eröffneten und das wohl früheste ihresgleichen abhielten.
Das Wetter meinte es zum Glück gut mit uns und bescherte blauen Himmel, strahlender Sonnenschein und um die 20°C, wodurch das bereits zwei Stunden frühere erscheinen der Fans vor den Toren der Arena genossen werden konnte.
Meine Schwester und ich trafen um kurz nach 5 vor der Arena ein (Einlass war um 18:30) um sich in die bereits gebildete, wenn auch noch kurze Schlange einzureihen und einen Platz in der ersten Reihe vor der Bühne zu ergattern. In binnen einer Stunde war der gesamte Vorplatz der Arena mit Fans zugepflastert und die ersten Chöre mit “Julia und die Räuber” waren bereits zu hören. Immer mehr stieg in mir die Aufregung und dieses immer wieder kehrende Gefühl vor Glück und Zufriedenheit bei StS Konzerten, die Jungs endlich mal wieder live zu sehen, die schmetternden Songs in Mark und Bein zu fühlen und lauthals die Zuneigung zu demonstrieren, dieses Band zwischen Publikum und Band zu spüren.
Es ist schwierig zu beschreiben, was in mir vorgeht wenn ich zu einem Subway Konzert pilgere bzw bereits dort bin. Wenn man mich immer dann fragt wie es mir geht, gibt es nur eine Antwort: “Ich bin hier. Mir kanns nur absolut spitze gehen.”
Um 19:30 startete die Vorband Mono Inc. mit ihrer Gothic-Rock-Dark Wave-sonstiges Mischung und heizten der Menge, wie ich finde doch recht gut ein und stimmte uns zielstrebig auf den kommenden Liveact ein.
Dann endlich um 20:30 (diesesmal sogar richtig pünktlich) startete Subway to Sally mit einem wie ich finde sehr gelungenem Intro von “Komm in meinen Schlaf” um die nächsten 2Stunden mit neuen Stücken aus Kreuzfeuer, bekanntem aus Bastard, Nord-Nord-Ost und Klassikern aus vergangenen Alben, in Wien richtig Vollgas zu geben. Subway stand im Kreuzfeuer !!! Das Publikum heizte der Band ein und die Band uns, und das nicht nur mit der üblichen Pyroshow, welche diesesmal durch die Open-Air Bühne in allen Zügen ausgekostet wurde. Es war eine atemberaubende, fabelhafte, Gänsehaut machende, einfach nur geile Stimmung. Ab der ersten Note wurden sie ohrenbetäubend empfangen und am liebsten gar nicht wieder gehen gelassen.
Für mich persönliche absolute Höhepunkte des Abends war die akustische Version von Kleid aus Rosen, welches nicht nur mir unter die Haut ging und die eine oder andere verstohlene Träne abverlangte. Selbst Eric war zwischenzeitlich sprachlos und lies das Publikum für ihn singen, welches ihm natürlich vom ersten Ton an textsicher hinweg begleitete. Jetzt, zwei Tage nach dem Konzert, treibt es mir immer noch einen Schauer über den Rücken wenn ich an diesen Moment denke und das Lied als einen immer wieder kehrenden Ohrwurm im Kopf habe.
Aber was wäre Subway to Sally und Eric Fish, wenn er nicht wieder jemanden auf die Bühne geholt hätte. Dieses mal fiel seine Wahl auf ein absolut herziges Mädchen mit vielleicht 10 Jahren und wunderschönen langen Haaren. Sie war definitiv unser Nachwuchsfan N°1 an diesem Abend. Zwar etwas schüchtern tanzte sie mit Eric auf der Bühne und demonstrierte ihm seine Sieben (linke Hand: alle 5 Finger hoch, rechte Hand: Teufelszeichen), aber diese Freude und das Glück auch noch auf Erics Armen zu sein strahlte in ihren Augen noch meilenweit, und sicherlich tagelang.
Nach zwei Stunden und 3 Zugaben gebenden Konzert verabschiedete sich dann leider doch Subway von der Bühne mit strahlenden Gesichtern und viel Lob für die österreichische Fangemeinde. Wien hat Subway wiedereinmal NICHT enttäuscht und wenn man den Gerüchten aus den Reihen der Band glauben schenken darf (welchen denn dann, wenn nicht diesen), so ist Wien fast schon so etwas wie ein Heimspiel geworden und ich glaube nach diesem Open-Air wurde es definitiv zu einem. Leider sind mir keine Zahlen bekannt wieviele Zuschauer sich nun tatsächlich auf dem gestrigen Konzert befanden, aber lt. Veranstalterseite fasst das OpenAir Areal 3000 Zuschauer und die waren es mindestens.
Nachdem sich meine Schwester und ich mit einer klassischen Käsekrainer und jeder Menge Flüssigkeit wieder aufgepeppelt hatten und das Adrenalin des Konzerts sich schön langsam (!!! laaaaaaangsam) wieder zu senken drohte, kamen auch schon Eric, Frau Schmitt, Simon, Bodenski, Simon-Michael, Ingo und Ray ums Eck zur obligatorischen Autogrammrunde.
Zu ihrem und unserem Glück vereinzelt, sonst würden sie wohl heute noch dort stehen.
Dieses Treffen bescherte mir endlich ein Foto mit Eric und eine Unterschrift auf meiner Tasche vom Herrn Fish, sowie eine kleine, wenn auch etwas unsichere Zusage, dass Eric mit seinem Soloprojekt “Eric Fish & Friends” nun auch endlich seine Live Füßchen nach Österreich – Wien setzen will. Sehr zur Freude unsererseits.
Abschließend noch eine kurze Erklärung zu dem doch ausführlichen und langen Konzertbericht:
Sprachlos in Vienna
Geschrieben am 26.04.2009 18:01 für Wien, VERLEGT – OPEN AIR ARENA
Da fällt mir nichts mehr ein!!!! Jede Beschreibung würde der Wirklichkeit spotten. Ich habe ein bisschen geweint nach dem Konzert – vor Glück!
Eric Fish
Ich mein, es ehrt mich wenn sogar dem Herrn Fish nichts mehr einfällt zu dem geilen Konzert in Wien, aber bitte was soll man sich denn da darunter vorstellen?!
Also ich hoffe ihr könnt es jetzt.
Zu guter Letzt ein paar Bilderchen von Cycamp.at noch vom Konzert und wer sich von der Stimmung überzeugen will, dem rate ich zu Youtube .
Wer also freiwillig nicht dabei war, ist selber Schuld und hat was verpasst.
Nachtrag: “Belohnt” für meine Anwesenheit wurde ich mit noch immer vorherrschenden Genickschmerzen und teilweise Stimmeneinbruch. (Gestern wars schlimmer) Aber das wars mir wert.






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