Nach einer Sommerpause melde ich mich in alter herbstlicher Frische zurück und hab auch gleich einen Konzertbericht im Gepäck. Nach langem gesellten sich Eisbrecher wieder nach Wien mit ihrem neuen Album Sünde und ließen die Szene Wien schmelzen.
Die Band Eisbrecher entstand durch den ehemaligen Sänger von Megaherz und wurde zu einem meiner Meinung nach gelungenen Projekt. Mittlerweile darf die “neue” Band 3 Alben verzeichnen und erfreut sich einer großen Fangemeinde. Wobei ich denke, dass einige alte Megaherz Fans dem Sänger Alex hinterher gewandert sind, inklusive mir.
Mit etwas gemischten Gefühlen gingen meine Sister, ihre Freundin und ich nun zu dem Konzert und ließen uns einfach überraschen wie es live wird und was uns erwartet. Enttäuschender als damals Unheilig kann es ja wohl nicht werden, dachten wir uns. Und wir wurden eines besseren belehrt.
Wehmutstropfen war die ewige Warterei, erstmal wurde die Einlasszeit um 30minuten nach hinten verschoben und dann hörte man es läuten, dass die Vorband leider abgesagt hat. Das hieß also wir mussten fast 2 Stunden auf Eisbrecher warten und wurden von Szene Wien mit etwas – naja, sagen wir “stranger” Musik beglückt.
Dann endlich war es 21:15 und Eisbrecher kam auf die Bühne mit einem tobenden Applaus und Geschrei. Das hielt sich im Grunde über das ganze Konzert hindurch und es war einfach eine spitzen Stimmung im Haus. Abgesehen von natürlich vielen Liedern aus dem neuen Album, wurden auch ein paar ältere Scheiben gespielt und mit viel Wortwitz des bayrischen Sängers Alex untermauert.
Nach 2 Stunden wurde die Zugabe und das Ende des Konzerts mit einem alten Klassiker von Megaherz beendet und das gesamte Publikum fand sich damit ab, dass wir doch alle nur ein Miststück sind.
Wie immer vergingen die zwei Stunden viel zu schnell und man war richtig traurig, dass es doch schon vorbei war.
Obwohl wir mit gemischten Gefühlen ankamen, gingen wir mit etwas schmerzendem Genick, einer heiseren Stimme, einem dickem Lächeln und der Entscheidung – das nächste Mal sind wir wieder dabei. Vielleicht schon im Dezember auf einer unplugged Tour, wir werden sehen.


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