Ende einer privaten Ära

wow-logo.pngIn den letzten Wochen habe ich lange und ausführlich darüber nachgedacht und auch mit ein paar Freunden lange Gespräche deswegen geführt und zu dem Entschluß gekommen, ja die Luft, das Interesse, daß was WoW für mich ausgemacht hat lange Zeit ist so ziemlich weg.

Mittlerweile haben wir den BC Content clear und ich freu mich für euch / mich sagen zu können, ich war ein Teil davon. Sei es damals zu Celembris Zeiten als die Firstkill Meldungen fast schon täglich kamen oder jetzt hier bei RestarT, wo man sich von einem belächelnden Versuch eines Neuanfangs wieder hin zur Serverbest Guild gearbeitet hat. Ich war zwar froh und freute mich auch, als wir Illidan endlich down hatten, aber es war einfach nicht mehr dasselbe.

Früher überlegte ich mir den ganzen Tag über wie ich am selben Abend im Raid was wie besser machen konnte. Heute denke ich an dem Raid am Abend und mein erster Gedanke ist: „Ach mist. Wieder net gescheit zum Essen kommen, wieder Kater vernachlässigen, wieder erst später ins Bett.“

Als es mit Luminae „aus“ war, schwand schon ein Teil meiner Motivation, da hatte ich dann den Standpunkt, daß ich sagte, oke schraubst ein wenig zurück, läßt den einen oder anderen Raid aus und es störte mich nicht. War ich bestätigt, freute ich mich, war ich es nicht, gut konnte ich anderes machen. Jetzt ist es mittlerweile allerdings so, daß ich mich frage ob ich WoW überhaupt heute Abend aufdrehe oder nicht.

WoW war ist und bleibt für mich ein sehr geiles Game und ich werde es voraussichtlich noch ein wenig weiter spielen. Allerdings nur noch als Gamefriend und wenn dann nur noch aus Spaß am Leveln (mit Twinks) und bißchen rumgegurke. Vielleicht hol ich mir dann doch noch das Addon – aus jetzigem Standpunkt allerdings bin ich mir nicht sicher und tendiere eher zu Nein.

Im März sind es 3 Jahre die mich jetzt WoW begleitet haben und ein wenig mehr als 2 Jahre bin ich mit einigen Leuten aus der Gilde einen gemeinsamen Weg gegangen. Ich merke bei ihnen, sie haben nach wie vor Spaß, sie haben nach wie vor das selbe Ziel vor Augen, ich wünsche für sie, daß es so bleibt. Ich hab mein Ziel sozusagen verloren und „planlos“ umherirren ist einfach nicht meine Art.

Um ehrlich zu sein, ist dies trotz des mittlerweile fehlenden Ehrgeizes und Spaß nicht leicht für mich. Wie schon gesagt etwas mehr als 2 Jahre beschreite ich nun mit einigen gemeinsam den Weg zum Erfolg und ich habe sie sehr in mein Herz geschlossen. Aber genauso auch Leute welche ich noch nicht so lange kenne, habe ich schätzen gelernt. Desto schmerzlicher ist es für mich, wirklich einen Schlußstrich zu ziehen, aber was nützt das alles. „Nur“ wegen der Freundschaften dabei bleiben, immer wieder versuchen zu motivieren für die nächsten Raids. Nein… belogen hab ich mich lange genug selbst um zu wissen, daß das zu noch weniger Erfolg führt.

Abschließend möchte ich mich bei all den lieben Leuten nochma bedanken und ich werde die glückliche (für mich) gemeinsame Zeit lange Zeit in Erinnerung behalten. Danke euch ihr Lieben.

Eure

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One Response to "Ende einer privaten Ära"

  1. annios sagt:

    Ich finde es richtig, dass du darüber lange nachgedacht hast und mit anderen darüber gesprochen hast.
    Auch ich hatte eine lange Zeit, wo ich mir unschlüssig war. “Kann ich heute mit, oder muss ich wieder aussetzen, weil ein anderer eher rein muss?” “Mach ich noch eine Heroic-Instanz ohne Gilden-Member, weil alle am raiden sind, oder schau ich mir doch lieber einen Film an?”
    Wenn die Motivation nur noch darin besteht, dass Freunde einem im Spiel halten, und nicht das Spiel selbst, dann sollte man Abschied nehmen. Auch um deiner selbst willen.

    Ich gratuliere Dir dazu, dass du den Ausstieg geschafft hast und freue mich immer noch über die schöne Zeit mit Celembris.

    LG Daniel

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