Den heutigen Samstag unternahmen meine Familie und ich einen klassischen Familienausflug mit einem geschichtlichen und weltpolitischen Touch. Wir fuhren zur Gedenkstätte, dem ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen in Oberösterreich.
Ein natürlich sehr ernsthaftes und trauriges Thema der Europäischen- und Weltgeschicht, jedoch auch wieder eines welches für immer in Erinnerung bleiben soll. Für mich selbst war der heutige Besuch, wenn ich mich nicht irre, der dritte insgesamt und es ist jedesmal aufs neue erschreckend und bewegend. Man kann sich noch so viele Dokumentationen, Bücher, Fotos, Tatsachenberichte anschauen, anhören es wird immer ein Rätsel bleiben, finde ich. Sämtlichen Generationen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wird zwar das Geschehen damals immer wieder vor Augen geführt aber eine wirkliche Vorstellung dessen werden wir wohl alle nie bekommen.
Es ist einfach nicht wirklich rational zu erklären oder nachzuvollziehen was in den Köpfen der Ausübenden vorgegangen ist und mit welcher Blauäugigkeit so manches vollzogen wurde. Ganz davon abgesehen, dass die Leiden der Opfer nicht mal im entferntesten vorstellbar sind.
Man sieht die Fotos von Menschen, bestehend aus Haut und Knochen, gekennzeichnet für ihr ganzes Leben und man hat keine Vorstellung darüber. Man kann sich einfach kein Bild darüber machen, auch wenn man die “nackten” Tatsachen vor sich liegen hat.
Ich hatte zwar meine Kamera wieder einmal mitgenommen aber irgendwie erschien es mir falsch und komisch diese Gedenkstätte, den “Vorort der Hölle” wie sie genannt wurde, auch noch zu dokumentieren / zu fotografieren. Dies haben schon andere zur Genüge gemacht…
Trotz allem was es mit anschließendem Abendessen und gemütlichem Beisammensein ein recht interessanter und netter Samstag und ich freu mich schon wenn wir demnächst in die Schallaburg zur “Kreuzritter” Ausstellung marschieren.


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