Seit nun zwei Wochen gibt es, wenn auch momentan nur sporadisch, einen neuen Mann bei mir im Haus – eher gesagt in der Wohnung.
Jetzt werden einige sagen, ja toll, wieder eine Beziehung, aber nicht etwas zu privat? Naja wie man es nimmt, es ist ja nicht so, dass ich hier auch wirklich das meine was ich schreibe. ![]()
Fakt ist, dass ich mich seit dem 4. Mai als glückliche Katermama betiteln darf, wenn es auch erstens unerwartet gekommen ist und zweitens im Moment noch eher auf “Aushilfsmama” über Feiertage und Wochenenden hinaus läuft.
Eigentlich ist es eine traurige Geschichte wie der kleine Belzebub zu mir gefunden hat, aber trotzdem möchte ich sie euch erzählen, da sie auch im Zusammenhang mit der Namensgebung steht.
Mein Vater hatte auf seiner “alten” Baustelle eine sogenannte “U-Bahn Katze”. Eine Katze welche es sich eines Tages im Kollektorgang der U-Bahnstation gemütlich gemacht hat. Weiters eigentlich nichts besonderes, beide Parteien ignorierten sich mehr oder weniger und lebten friedlich nebeneinander her. Als Dad dann von Donnerstag auf Freitag Nachtdienst hatte machte er seinen Rundgang natürlich auch über die Station und hörte ein seltsames Mauzen. Da saß ein kleiner, unbeholfener Racker unter den Gleisen und raunzte vor sich hin. Erst bei genauerer Untersuchung sah dann Dad, dass die Mutter – die U-Bahn Katze – verstorben war. Kurzer Hand nahm er den Kleinen einfach mit und wir / ich adoptierten ihn sofort. Und ja er hat auch geschaut / gelauscht ob er noch andere Katzenbabys hört, aber dem war leider nicht so.
Am Freitag untertags wagten wir dann auch einen Besuch beim Tierarzt und vermuteten die wildesten Krankheiten als “Wildkatze”. Verwunderlicherweise aber überhaupt nicht, gerade einmal Würmer sind zu vermuten – Wurmkur sei dank, und das geschätzte Alter des kleinen lag so bei 4-5 Wochen. Eigentlich noch viel zu jung für eine Katze ohne Mutter auszukommen, aber lieber noch als Ersatz wir, als sonst was…
Bei der Namensgebung haben wir zuerst ein paar andere Ideen gehabt, landeten aber schließlich und endlich bei Prometheus. Ja zwar kein typischer Katername, aber seit wann sind weder ich noch meine Haustiere typisch.
Auch wenn er mittlerweile fast 7 Wochen alt ist, ist er noch ein kleiner Schlumpf und kommt vorerst nur übers Wochenende zu mir, auf Grund der Zeit die er sonst alleine wäre. So ist er unter der Woche bei meinen Eltern und darf den großen Kater Stanislaus ärgern und vielleicht noch was lernen.


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