Ein hervorragendes Beispiel dafür, dass nach wie vor einige Studienrichtungen einfach überbevölkert sind, ist meines Erachtens Publizistik und Kommunikationswissenschaften. Zumindest kann ich es von dieser Richtung am ehesten sagen, da ich sie mit der Medieninformatik „leider“ mitbelegen muss. Einige die mich kennen, werden sagen, ja gut, aber sowas in der Art wolltest ja immer schon belegen und damit haben sie auch grundsätzlich recht. Publizistik war immer schon ein Studienzweig der mich seit eh und je genauso interessiert. Aber die Umstände dafür sind einfach ein Horror.
Das Studium selbst wirkt auf mich relativ einfach, Bücher lesen, analysieren und seinen Senf dazu geben. Die Übungen zur Vorlesung laufen dazu ziemlich ähnlich ab mit den verschiedensten Schwerpunkten.
Eckpunkt des ganzen ist aber, es ist ein recht einfaches und vorallem kurzes Studium, daraus ergibt sich eine extreme Population in diesem Zweig. Im Wintersemester 2006 / 2007 haben sich alleine ca 1300 erstsemestrige Studenten für die einführende Vorlesung angemeldet. Im Vergleich dazu haben heuer ca 170 Informatik Studenten an der Universität Wien angefangen und ca 500 auf der Technischen Universität Wien. Man sieht also einen maximalen doppelten fast sogar dreifachen Wert der Studenten. Dementsprechend sind die Übungsplätze rar und ebenso wird es sich bei den Prüfungsterminen abspielen. Jegliche PKW (Publizistik und Kommunikationswissenschaft) wird im Audimax der Uni Wien abgehalten, da es noch der einzige Vortragssaal ist der annähernd soviel Platz für die Masse an Studenten bietet. Problem aber ist dennoch, er reicht nicht. Unter anderem eben auch deswegen weil einige Studienzweige einfach PKW mitbelegen müssen und sich somit die Anzahl um derer erhöht.
![]()
Ich war jetzt bei 3 von 4 Vorlesungen – ja die derzeitige Grippewelle hat auch bei mir zugeschlagen – und ich habe es eigentlich nur bei der ersten, welche eigentlich nur eine Vorbesprechung war, geschafft einen Sitzplatz zu bekommen. Wohl auch nur deswegen weil die Anzahl der Studenten auf zwei Gruppen (nach Familienname) aufgeteilt wurde. Die restlichen Vorlesungen verbrachte ich nach guter Manier am Boden, mitm Collegeblock am Schoß, sowie Adlerauge und Spitzohr parat um überhaupt was lesen bzw hören zu können.
Ich frage mich bei sowas, warum werden überhaupt soviele Studenten für eine Richtung zugelassen, wenn es nicht mal den nötigen Platz dafür gibt. Weder an Vorlesungsplätzen und schon gar nicht an Übungsplätzen. Obwohl ich mich ziemlich überall rechtzeitig angemeldet habe, hab ich es dennoch nicht geschafft noch einen Platz in der Übungsgruppe zu bekommen. Somit bin auch ich ein Opfer derer, die sich im zweiten Semester eines sogenannten Quertutoriums bedienen müssen. (1. + 2. Semester gemeinsam) Eigentlich im Augenblick eine Zeitersparnis, ich befürchte allerdings, dass ich im zweiten Semester dann einen doch spürbaren Mehraufwand haben werde. Sollte ich also von März bis Juni in der Versenkung verschwinden, wisst ihr ja wo ihr mich findet. *g* Irgendwo verschollen hinter Büchern und am Lernen.
Damit ihr euch das ganze noch ein wenig vorstellen könnt, hab ich noch 2 Bilder für euch. Zwar nur Handyfotos, aber das was ich euch zeigen will, dass erkennt ihr.


klingt ja nach keinen sehr guten koordinationsverständnis der uni / studienzweig-ersteller dass die zweige mit einbringen die dann komplett (wie du schön dokumentiert hast in bildern) überfüllt sind … narf
herzliches beleid meinerseits für das boden-sit-in
aber das wirds überall geben, das´s das problem mit der bildung … wollen immer mehr als können … tjoar …
hf trotzdem
daniel