Arbeite um zu Leben oder doch Lebe um zu Arbeiten?

Die letzten Tage, eigentlich Wochen und Monate bereits sind für mich im beruflichen Feld etwas frustierend. Zuerst konnte ich direkt nach meinem Abschluss kein Bewerbungsgespräch durchführen, durch meinen Unfall 2 Wochen zuvor. Dann bekomm ich endlich eine Stelle als Technische Zeichnerin in einem kleinen Betrieb, wo sich von 5 Mitarbeitern ca 4 wohl unwohl gefühlt haben durch meine Anwesenheit. Naja im Endeffekt war es das beste Mobbing, dass ich je erlebt habe. Kurz darauf zum Glück bekam ich über eine Personalleasingfirma (auch “liebevoll” neumodische Menschenhändler genannt) einen Job im Tiefbau. Endlich konnte ich auch das machen, was ich gelernt hatte und was mich eigentlich Jahrelang immer interessiert hatte. Naja aber wie es das Schicksal so will, durch politische und finanzielle Probleme war der Betrieb allerdings auch dazu gezwungen alle “neu aufgenommenen” wieder zu entlassen.
Also gut, ich hatte also bis dahin ca 1,5 Jahre Berufserfahrung, aber es wollte nicht so wirklich klappen einen anständigen Beruf zu bekommen, der auch etwas anspruchsvoll ist und sich nicht mit stupiden Strichen in einem Zeichenprogramm beschäftigt.

Aber leider schwindete mein komplettes Interesse seit dem letzten Schuljahr und verstärkt durch die Erfahrungen für die Baubranche immer mehr. Einziger Vorteil, durch diese Flauten konnte ich mich mehr um mein Hobby kümmern und es entstanden einige kleinere Projekte im Internet von und mit mir.

Naja aber was nun… wiedermal keinen Job und diesmal nicht mal mehr ein wirkliches Interesse für die Branche, aber keine andere Ausbildung. Mein persönlicher Wunsch mein Hobby zum Beruf zu machen, hat sich ja bereits länger in mir breit gemacht, dass Problem war immer nur, dass der Markt von Webdesignern und Programmierern förmlich überflutet war. Längere Überlegungen und einiges an Recherchearbeiten (ja ich kam mir wie ein Hobbyhistoriker und Jurist vor *g* ) ergab für mich folgendes: entweder Teilzeitjob und Studieren oder Vollzeitjob und Abendschule. Beides hatte seine Vor- und Nachteile, nachdem ich aber endlich eine Richtung gefunden habe, die ich auch studieren / lernen wollte, war die Überlegung nicht mehr allzu groß.

Medieninformatik gibt es nämlich in Wien nur als Studienrichtung Ganztägig.

So mittlerweile freu ich mich schon richtig aufs studieren, wenns auch finanziell heißt, Gürtel etwas enger schnallen. Aber momentan bin ich wieder so richtig frustig. Da übernimmst einen “Einstweilenjob” in einer Firma, die demnächst eine komplette EDV Umstellung macht, bist hier sozusagen Hilfskraft (sie sollten froh sein, dass ich da bin und den Deppen mach) und muss mich auch noch anmachen lassen von diversen Vorgesetzten, weil ich nicht von Tag A an 100% perfekt arbeite. Ja klar, ich mein hellseherische Fähigkeiten und Wissen zaubert man sich heute neuerdings ausm kleinen Finger während dem Schlafen versteht sich. *narf*

Bin ja gespannt ob da jetzt wirklich was kommt von “oben” oder ob sie es auf sich beruhen lassen. Den Job hätte ich bis Ende September, ehrlich gesagt, wenns mir viel zu blöd wird. Mach ich vorm Studium noch 1-2 Monate Urlaub per Arbeitsamt. *grml*

Naja abwarten….
So long.. Cattie

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One Response to "Arbeite um zu Leben oder doch Lebe um zu Arbeiten?"

  1. Daniel sagt:

    klingt nach ziemlich viel bösem stress den du da früher hattest cattie :(
    wer von seinen mitarbeitern erwartet von 0 auf 100 in 1 minute am ersten tag, das ist kein besonders heller chef … wie soll man denn die ganzen feinheiten der firma kennen wenn man seit 2 mins dort ist … naja, das wirst du auch noch überstehen …
    hoffe doch sehr dass das in zukunft humaner und geregelter abläuft bei dir *daumendrück*

    so long
    Daniel

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